Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchthunde (VPG)

AbtB_Boxer

Viele fragen sich vielleicht, warum es diesen Sport überhaupt gibt, da er in den letzten Jahren völlig zu Unrecht in Verruf geraten ist. Gebrauchshunde sind gehorsame, gut erzogene und ausgeglichene Hunde, wenn sie richtig aufgebaut werden und stellen keine gefährlichen Beißer dar.

Was wird in einer Gebrauchshundeprüfung eigentlich gemacht?

Die Prüfung besteht aus 3 Teilen: der Fährte, der Unterordnung und des Schutzdienstes. In diesen drei Disziplinen müssen die Hunde fit sein, denn bekommt man in einer Disziplin keine ausreichende Punktzahl, gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden. Es gibt drei Schwierigkeitsstufen (VPG1 bis VPG3).

Fährte

Wird der Hund richtig vom Hundeführer angeleitet, kann dies für den Hund der leichteste Teil der Prüfung sein. Da der Hund eine vielfach differenzierte und intensivere Geruchswahrnehmung hat als der Mensch (ab der 8. Woche sind die Geruchsnerven schon weitestgehend entwickelt , machen wir Menschen uns das im Alltag (Rettungshunde, Rauschgifthunde, Sprengstoffhunde) zu nutze.

Der Hund folgt einer Fährte über einen Acker, eine Wiese oder ähnliches Gelände, die ein Fährtenleger eine halbe bis drei Stunden vorher gelegt hat. Unterwegs “verliert“ der Fährtenleger einige Gegenstände, die der Hund dem Hundeführer anzeigen muss. Diese Art der Ausbildung kommt den hündischen Anlagen sehr entgegen. Die Schwierigkeit besteht darin, dem Hund beizubringen die Fährte genau abzuarbeiten, nicht in Fremdfährten anderer Menschen oder Tiere abzudriften.

Wie erwähnt, ist dies ein Teil der Gebrauchshundeprüfung, kann jedoch auch als Einzeldisziplin, der "Fährtenhundprüfung" abgelegt werden.

Unterordnung

Fast jeder Hund arbeitet und lernt gerne, wenn die Ausbildung von Anfang an richtig aufgebaut wird. Ein Hund mit einer Aufgabe ist ein glücklicher Hund. Als verantwortungsbewusster Hundehalter sollte man seinem Hund dies ermöglichen. Warum nicht das angenehme mit dem Nützlichen in Verbindung bringen?!

Bei der Unterordnung geht es um Leinenführigkeit, Freifolge, "Sitz" aus der Bewegung, "Platz" in Verbindung mit Herankommen und Platzablage, die der Hund beherrschen muss. Bei der VPG1 bis VPG3 kommen noch weitere Kommandos hinzu, z.B. apportieren auf ebener Fläche, über die 1-Meter-Hürde sowie über die 1,80 m hohe Kletterwand. Außerdem muss der Hund auf Hör- und Sichtzeichen ein bestimmtes Stück voraus laufen sowie das Hörzeichen „Steh“ ausführen.

Schutzdienst

Im Gegensatz zu dem heutigen Haushund, musste sich der Wildhund oder der Wolf seine Beute erjagen und darum kämpfen. Deswegen neigen einige Hunde heutzutage immer noch dazu zu wildern, zu jagen und sich aggressiv zu verhalten. Im Schutzdienst werden diese Hunde mit dem angeborenen Beutetrieb trainiert. Sie können jagen, kämpfen und eben das tun, was seinem Naturell entspricht. Viele Aggressionen werden dadurch abgebaut, weil er sich richtig austoben kann. Ebenfalls lernt er in seiner hohen Trieblage noch zu gehorchen.

Der Hund entwickelt sich zu einem gut erzogenen und ausgelasteten Begleiter. In der VPG-Prüfung muss er seinen Hundeführer bei Angriffen verteidigen, den Schutzdiensthelfer bewachen, d.h. verbellen, ihn in langer Flucht stellen, sowie seinen Hundeführer gehorsam begleiten, während dieser neben dem Helfer läuft, sich unbefangen zeigen bis ein Angriff des Helfers erfolgt.

Weiteres erfahren Sie gerne in den Übungsstunden auch von unserem qualifizierten Schutzdiensthelfer.

Wir freuen uns auf engagierte und interessierte„ Hundesportler“!

Aber auch Interressierte Zuschauer sind jederzeit herzlichst Willkommen

Teilnehmer: Mindestalter der HundeführerInnen: 12 Jahre Mindestalter der Hunde: 5 Monate

Mitzubringen sind: Impfpass und Haftpflichtversicherungsnachweis (beim ersten Besuch), Spielzeug und Leckerlie.

Kontakt: Belinda Gereke